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Orient

Der Orient (von lat. oriens „Osten“, Partizip Präsens von oriri „sich erheben“; eigentlich sol oriens „aufgehende Sonne“), später auch Morgenland genannt, ist ursprünglich eine der vier römischen Weltgegenden. An der römischen Achse zwischen Norden (Mitternacht) und Süden (Mittag) liegt der Orient, die Weltgegend im Osten, gegenüber dem Okzident (Abendland, von sol occidens „untergehende Sonne“) mit den im Westen liegenden Gebieten.

 

Arabische Literatur

Arabische Literatur im engeren Sinn ist Literatur in arabischer Sprache. Im weiteren Sinn versteht man darunter auch Literatur von arabischen Autoren, in welcher Sprache auch immer das Original verfasst wurde. Zum einen schreiben etliche bedeutende arabische Autoren in anderen Sprachen als Arabisch, sei es, dass sie die Sprache des ehemaligen Koloniallandes benutzen, wie es im Maghreb häufig vorkommt, sei es, dass sie im Exil leben und die Sprache des Exillandes bevorzugen.

 

 

Orientalismus (Kunst)

 Darstellungen von „Mohren“ oder „Türken“ finden sich vereinzelt schon ab dem Mittelalter, nicht zuletzt im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich, von der Rolle des Porzellans als exklusivem Importgut ausgehend die Mode der Chinoiserien in den europäischen Schlössern, das ferne China wurde speziell in der Epoche der Aufklärung zum mythischen Ort der Weisheit. Im 18. und 19. Jahrhundert, nach dem Ende der expansiven Phase des osmanischen Reiches und im Zusammenhang mit den zunehmenden Herrschaftsbestrebungen europäischer Mächte über die islamische Welt verbreitete sich eine geradezu romantisierende Sicht des Orients. Napoleons militärische Kampagne in

 

Ägypten (1798–99) beförderte das Interesse an der Epoche der Pharaonen und eine entsprechende Mode vornehmlich in den angewandten Künsten, der griechische Unabhängigkeitskrieg (1821–1829), der Krimkrieg (1854–1855) und die Eröffnung des Suezkanals (1869) verstärkten das Interesse am Nahen Osten.

 

Backgammon (Tavla)

Die alten Griechen führten die Erfindung des Würfel-Brettspiels auf Palamedes zurück, der damit den vor Troja lagernden Soldaten geholfen haben soll, die Zeit zu vertreiben.
In „Schahr-e Suchte“, einer archäologischen Fundstelle in der iranischen Provinz Sistan und Baluchestan, wurde ein über 5.000 Jahre altes Spielbrett gefunden, in den 1920er Jahren entdeckte der britische Archäologe Sir Leonard Woolley in der Stadt Ur ein jüngeres Spielbrett.
Weitere Spielbretter fand man in Ägypten im Grab von Tutenchamun, die etwa um 1.300 vor Christus entstanden sind. Viele Grabmalereien zeugen von der Beliebtheit des Brettspieles in allen Schichten des Volkes.

 

 Arabische Musik

Die Welt der arabischen klassischen Musik wurde lange von Kairo, einem kulturellen Zentrum, dominiert, jedoch gehen auch von Marokko bis Saudi-Arabien musikalische Innovationen und regionale Stile aus. Klassische Arabische Musik ist in der Bevölkerung sehr populär, besonders betrifft das eine kleine Anzahl von Sängern, die als Superstars in der ganzen arabischen Welt bekannt sind wie zum Beispiel die ägyptische Sängerin Umm Kulthum, die libanesische Sängerin Fairuz, das aus Syrien stammende Geschwisterpaar Farid el Atrache und Asmahan, sowie die Ägypter Abdel Halim Hafez und Mohammed Abdel Wahab, von denen einige auch als Instrumentalmusiker und Komponisten sowie als Schauspieler und durch ihre Filmmusik bekannt sind.

 

Orientalischer Tanz

Orientalischer Tanz, im Volksmund auch bekannt als Bauchtanz, ist ein meist von Frauen in speziellen Kostümen zu orientalischer Musik ausgeführter Tanz. In der arabischen Welt wird der Tanz Raqs Sharqi / ‏رقص شرقي‎ / raqṣ šarqī genannt. Aufgrund der wörtlichen Übersetzung „Tanz des Ostens“, ist die deutsche Bezeichnung „Orientalischer Tanz“ korrekt, bezieht sich jedoch nicht auf die Gesamtheit aller orientalischen Folkloretänze des Nahen bis Fernen Ostens, sondern nur auf den ägyptischen Solotanz.

 

Maghrebinische Teekultur 

Maghrebinische Teekultur beschreibt die Tradition der Teezubereitung und die ritualisierte Form des Teetrinkens in den Ländern des Maghreb und darüber hinaus im Nordwesten Afrikas. In Marokko, Westsahara, Mauretanien, Algerien und Tunesien sowie bei den Tuareg, deren Lebensraum sich über die Sahara nach Süden bis in die Sahelzone erstreckt, wird auf ähnliche Art Grüner Tee mit Zucker gekocht. Häufig wird frische Nanaminze zugesetzt. Grüner Tee wurde im 18. Jahrhundert in der Region eingeführt. In städtischen Bürgerhäusern und genauso in Nomadenzelten in der Wüste hat sich seither eine Teezeremonie entwickelt, die zu einem geselligen Beisammensein und zum Begrüßungsprogramm eines Gastes gehört.

Mokka (Kaffee)

Mokka bezeichnete ursprünglich eine Kaffeesorte aus dem Jemen. Der Name leitet sich ab von der jemenitischen Hafenstadt al-Muchā am Roten Meer, wo früher der Kaffee verschifft wurde. Merkmale dieser Sorte sind sehr kleine Bohnen und viel Säure. Diese Bedeutung des Wortes ist heute fast nur noch Kaffeefachleuten geläufig.

 

Shisha (Wasserpfeiffe)

Der Ursprung der Shisha wird in Indien vermutet, dort soll die erste Shisha aus einer Kokosnuss und einem in diese gesteckten Bambusstock gebaut worden sein. Die heutige Form entstand im Ägypten des 16. Jahrhundert. Um die Shisha entwickelte sich eine Gemeinschaftskultur, die bis heute Bestand hat. Die Popularität der Shisha verbreitete sich ebenfalls im Iran und übertrug sich von dort in weite Teile der arabischen Welt. Die Shisha wurde in vielen arabischen Ländern ein fester Bestandteil der Kultur; das gemeinsame Rauchen wurde und wird bis heute als Symbol der Gastfreundlichkeit angesehen.